Die Energiegemeinschaft Laa an der Thaya eGen führte am 23.10.2025 ihre erste Generalversammlung in der Burg Laa durch. Begleitet vom Team der im-plant-tat Raumplanungs-GmbH & Co KG wurde neben dem formellen Ablauf nach Genossenschaftsrecht interessantes Rahmenprogramm geboten. Mehr als 40 Teilnehmer:innen nahmen an der Veranstaltung teil.

Ab 18:00 präsentierte im-plan-tat das bidirektionale Laden im Innenhof der Burg Laa. Durch das Entladen eines Teslas wurde die Beleuchtung des Informationsstandes sowie ein Bildschirm betrieben. Das Modell eDeliver der Firma Maxus ist als Lieferwagen vor allem für Betriebe interessant und eignet sich ebenfalls für das bidirektionale Laden.



Um 19:00 Uhr begann die Generalversammlung der Energiegemeinschaft. Rund 40 Mitglieder nahmen an der Veranstaltung teil. Die Bürgermeister Brigitte Ribisch gab dabei Einblicke in die positive Entwicklung der Energiegemeinschaft seit der Öffnung für die Bevölkerung, sowie der Aufnahme der Therme Laa als Mitglied.

Im Anschluss folgten zwei Fachvorträge von im-plan-tat. Im ersten Vortrag präsentierte Matthias Zawichowski die Möglichkeiten der Speicherintegration in Energiegemeinschaften, sowie das Potenzial des bidirektionalen Ladens von E-Fahrzeugen. Besonders interessant ist die Prognose, dass die gesamte potenzielle Entladeleistung des Bestands von E-Fahrzeugen 2030, die Leistung von Pumpspeicherkraftwerken in Österreich übertreffen wird. Hier wird das enorme Potenzial des bidirektionalen Ladens sichtbar.
Im zweiten Vortrag ging David Dorfner auf die Möglichkeiten der Nutzung von Geothermie zur Beheizung von Gebäuden in Laa an der Thaya ein. Zu dieser Fragestellung beauftrage die Stadtgemeinde eine Studie, welche durch im-plan-tat in Kooperation mit der Geosphere Austria durchgeführt wurde. Laa an der Thaya liegt in einem geologisch interessanten Gebiet, welches sich potenziell für die Nutzung von Tiefengeothermie eignet. Aufgrund der hohen Investitionskosten von Tiefengeothermie, ging David Dorfner ebenfalls auf die Möglichkeiten der oberflächennahen Geothermie ein. Oberflächennahe Geothermie weist ein hohes Potenzial und ein geringes Investitionsrisiko auf. Die Energiegemeinschaft Laa an der Thaya könnte hier als Informationsdrehscheibe, zur Wissensvermittlung dienen, oder sogar Beteiligungsmodelle zur Finanzierung von Anergienetzen initiieren.
Anhand der Energiegemeinschaft Laa an der Thaya wird sichtbar, wie Sektorkopplung und Bürger:innenbeteiligung innerhalb einer Genossenschaft erfolgen kann. Das Team von im-plan-tat wird auch weiterhin die Stadtgemeinde bei der Weiterentwicklung der lokalen Mobilitäts- und Energiewende tatkräftig unterstützen.
